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DAS SCHULSYSTEM IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND





In Deutschland müssen alle Kinder ab 6 Jahren in die Schule gehen, und zwar mindestens neun Jahre lang. Vier Jahre lang gehen alle in die Grundschule. Die Kinder lernen hier lesen, schreiben, rechnen. Musik, Naturkunde, Turnen, Kunst, Handarbeit stehen auf dem Stundenplan.

Nach der Grundschule, im Alter von zehn Jahren, wechseln sie entweder in eine Hauptschule, in eine Realschule, in ein Gymnasium oder in eine Gesamt­schule, die alle drei Schularten unter einem Dach hat. Das entscheiden meistens die Eltern nach Beratung mit den Lehrern.

Nach Abschluß der Hauptschule können die Schüler mit einer Berufsausbildung anfangen,z.B. mit einer dreijährigen Lehre als Facharbeiter oder Handwerker. Nach dem Realschulabschluß kann man in kaufmän­nische Berufe, zur Bank oder in die Verwaltung gehen.

Für gute Schüler an der Hauptschule oder Realschule gibt es immer die Möglichkeit, den höheren Bildungs­abschluß zu bekommen.

Wer studieren will, muss das Gymnasium oder den gymnasialen Zweig an einer Gesamtschule mit der Reifeprüfung beendet haben. Während der neunjähri­gen Schulzeit darf man zweimal „sitzenbleiben", d.h. eine Klasse wiederholen.

Es gibt Gymnasien mit verschiedenen Zweigen, z. B. neusprachliche, mathematisch-naturwissenschaftliche, klassische Gymnasien. Ein Schüler hat pro Woche etwa 35 Stunden Unterricht in 12 bis 14 Fächern. Die Fremdsprachen spielen im Gymnasium eine wichtige Rolle. Zuerst sind das zwei Fremdsprachen, z.B. Englisch und Französisch, und dann auch manchmal Latein, Italienisch, Spanisch oder Russisch. Der Unterricht beginnt meist um 8 Uhr und endet gegen 13 Uhr. Am Nachmittag finden verschiedene Arbeits­gemeinschaften statt.

Es gibt keine Aufnahmeprüfungen für die Hochschu­len und Universitäten. Im Prinzip kann man jedes Fach an einer Hochschule oder Universität studieren. Es gibt natürlich Fächer, die viele studieren wollen. Da muss man ein sehr gutes Zeugnis haben oder auf den Studienplatz warten.

In den Bundesländern gibt es Schulferien zu ver­schiedenen Zeiten. Das bestimmt jedes Bundesland für sich. Die Sommerferien dauern etwa 6 Wochen. Nach den Sommerferien beginnt das Schuljahr, aber nicht unbedingt am l. September wie in Russland. Es gibt noch Ferien zu Weihnachten und zu Ostern. Sie dauern bis 3 Wochen.

 

WORTSCHATZ:

die Grundschule - начальная школа

der Handwerker - ремесленник

der kaufmännischeBeruf - коммерческая профессия

den höheren Bildungs­abschluß bekommen /-a, -o/ - получить лучший аттестат о срелнем образовании

die Arbeitsgemeinschaft - кружок

sitzenbleiben /-ie, -ie/ - оставаться на второй год

der Zweig - здесь: направление

 

Übung I. Beantworten Sie die Fragen zum Text:

1. Wann gehen die Kinder in Deutschland zur Schule? 2. Wie lange lernt man bis zum Abitur? 3. Welche Schultypen gibt es in Deutschland?



4. Welche Gymnasien gibt es? 5. Welche Fächer lernt man in Gymnasien?

Übung II. Bestätigen Sie die Aussage nach dem Muster:

Muster: Man muss diese Aufgabe lösen. - Ja, es ist notwendig, diese Aufgabe zu lösen.

1. Man muss diesen Standpunkt im Referat darlegen.

2. Man muss ihm diesen Brief heute übergeben.

3. Man muss das im Vortrag besonders unterstreichen.

4. Man muss diesen Vorschlag wissenschaftlich begründen.

5. Man muss diese Fehler beseitigen.

6. Man muss Quellenmaterial sammeln.

7. Man muss dieses Problem gemeinsam lösen.

8. Man muss erfahren, wer der Verfasser dieses Artikels ist.

 

Übung III.Setzen Sie „einer“, „eines“ oder „eine“ in nötigen Kasus ein:

  1. Das ist … der wichtigsten Voraussetzungen für die Entwicklung unserer Wissenschaft.
  2. Die Braunkohle ist … der wichtigsten Grundstoffe für die chemische Industrie der BRD.
  3. Im 15. Jahrhundert wurde Berlin … der reichsten und schönsten Städte Deutschlands.
  4. Die Abrüstungsfrage ist … der wichtigsten Fragen unserer Zeit.
  5. Sankt-Petersburg ist heute …der schönsten Städte der Welt.
  6. München ist … der bedeutendsten Kunst- und Kulturzentren der BRD.
  7. Michail Lomonossow ist … der grössten Wissenschaftler.
  8. Hier handelt es sich um …der bedeutendsten wissenschaftlichen Entdekungen.

PESTALOZZI

In der Schweiz lebte vor etwa 200 Jahren ein Mann namens Johann Heinrich Pestalozzi. Da er mit den progres­siven Ideen der französischen Philosophen bekannt war, hatten sie auf ihn einen grossen Eindruck gemacht. Er beschloß, sein Leben der Erziehung von Kindern zu widmen. Er kaufte ein Stück Land und begann, die Erde zu bearbei­ten. Wenn er arme Kinder und Waisen sah, nahm er sie zu sich. Für sie gründete er eine Schule.

Pestalozzi sorgt für diese Kinder wie ein guter Vater. Ihre Interessen werden zu seinen Interessen. Das Wichtigste in seiner Methode ist folgender: Der Unterricht wird mit der praktischen Arbeit kombiniert. Seine Zöglinge erlernen einfa­che Berufe: Weber, Färber u. a.

Da Pestalozzi kein reicher Mann war, war sein Geld bald zu Ende. Die Schule wurde geschlossen. Er war tief bedrückt, weil die Erziehung der Kinder das Ziel seines Lebens war. Für die Verwirklichung seiner Ideen brauchte er Geld. Was sollte er tun? Er schrieb Briefe an reiche Leute und erklärteihnen seine Gedanken über Erziehungsfragen . Das half wenig.

Da schrieb er einen Roman. Er war dem Familienleben gewidmet. In seinem Buch beschrieb er eine gute Familie. Er zeigte Eltern, die einander achteten und ihre Kinder gut erzogen.

Das Buch hatte Erfolg. Es wurde mit grossem Interesse gelesen. Dieses erste Buch von Pestalozzi war ein populärer Erziehungsroman für Erwachsene. Man schickte ihm Geld, und er errichtete noch eine Schule für Waisen und gleichzei­tig ein Institut für Lehrer. Hier arbeitete er die Methode des Anfangsunterrichts aus. Die wichtigsten Prinzipien waren: 1) Verbindung des Unterrichts mit der praktischen Arbeit; 2) Nähe zur Natur; 3) Erziehung eines harmonischen, vielseitigen Menschen.

Pestalozzi schrieb mehrere pädagogische Werke und noch einige Romane. Seine theoretische Arbeit verband er immer mit der praktischen Arbeit als Lehrer und Erzieher. Er wie­derholte mehrmals, dass er kein Schriftsteller war, sondern ein Lehrer und Erzieher.

Er starb im Alter von 81 Jahren. Er wird von seinem Vol­ke immer geehrt und geliebt. Die Schweizer sind sehr stolz auf Pestalozzi. In diesem kleinen Land gibt es drei Pestalozzi-Denkmäler.

 

WORTSCHATZ

Eindruck machen- производить впечатление

widmen /-te, -t/ посвящать

sorgen / -te, -t/ für- заботиться

zu Ende sein- оканчиваться

Verbindung des Unterrichts mit der praktischen Arbeit - связь обучения с практикой

 

Übung I. Übersetzen Sie ins Russische:

1. Wenn dieser Text auch schwer war, wurde er von den Studenten gut übersetzt. 2. Die Lehrer machen alles, damit die Kinder systematisierte Kenntnisse auf vielen Gebieten erhalten können. 3. Da er krank war, konnte er mich nicht besuchen. 4. Als ich einmal in Berlin war, besuchte ich die deutsche Staatsoper. 5. Was machst du , wenn deine Freunde dich besuchen. 6. Ich verstehe Sie nicht, weil Sie zu schnell sprechen. 7. Er studiert an der historischen Fakultät, denn er interessiert sich für Geschichte.8. Ich wusste nicht, dass er an der Moskauer Universität studierte.9. Er weiβ, woran ich denke. 10. Ob er kommt, zweifelten alle.

 

Übung II. Übersetzen Sie ins Russische:

1. Unser alter Professor, dessen Vorlesungen allen Studenten gefallen haben, arbeitet jetzt in Moskau. 2. Die Studenten , denen Sie geholfen haben, haben die Prüfungen gut bestanden. 3. Ich habe gestern den Brief bekommen, auf den ich sehr lange gewartet habe.

4. Ich konnte die Fachliteratur nicht finden, die mir empfohlen wurde. 5. Ich kenne hier einen Studenten, dessen Eltern in meiner Heimatstadt leben. 6. Das ist eine Stadt, deren Bedeutung von Jahr zu Jahr wächst. 7. Der Dekan nannte die Namen einiger Studenten, deren Leistungen ihn nicht befriedigten. 8. Im Werk arbeiten hochqulifizierte Arbeiter, unter deren Anleitung die Schüler am Produktionsprozeβ teilnehmen. 9. Wir müssen noch eine Frage besprechen, die für uns sehr wichtig ist. 10. Die Erziehung der Schüler zum Internationalismus ist ein sehr wichtiges Ziel, zu dessen Verwirklichung wir entscheidende Voraussetzungen schaffen.

 

Übung III. Stellen Sie die Fragen zum Text " Pestalozzi "

 

 

JOHANNES GUTENBERG

Johannes Gutenberg ist Erfinder des Buchdrucks. Vor seiner Erfindung wurden alle Bücher mit der Hand abge­schrieben. Die Entdeckung von Gutenberg ermöglichte Schriften zu vervielfältigen.

Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg, wurde um das Jahr 1397 geboren. Er war Mainzer Patriziersohn. Lange Jahre lebte er in Straßburg, schliff dort Edelsteine und fabrizierte Spiegel. Als er 1448 nach Mainz zurück­kam, hatte er sich schon 15 Jahre mit dem Buchdruck beschäftigt. Er wollte die Bibel drucken und lieh sich dafür in Mainz viel Geld.

Seine Bibel wurde die berähmteste Bibel in der Ge­schichte, sie hatte 1282 Seiten. Es wurden 180 Stück gedruckt.

Gutenberg musste zum Druck insgesamt 290 verschie­dene Lettern (Druckbuchstaben) anfertigen. Er stellte deshalb 290 verschiedene Gußformen her und machte sich davon viele Abgüsse. Diese Abgüsse setzte er in Holz­rahmen zu einzelnen Zeilen und dann zu ganzen Seiten zusammen. Mit diesen 290 Gußformen konnte er jedes Buch drucken.

Gutenberg konnte seine Schulden nicht bezahlen und wurde gezwungen die fast fertige Bibel mit der ganzen Werkstatt in die Hände des Mainzer Goldschmieds Johann Fust zu übergeben. Die erste gedruckte Bibel ver­kaufte sich glänzend. Johann Fust bereicherte sich. Gu­tenberg hatte ein mageres Auskommen und lebte in Not.

Er starb 1468, nachdem er noch eine andere Bibel gedruckt hatte.

 

WORTSCHATZ:

der Buchdruck- книгопечатание

vervielfältigen /-te, -t/ - множить

schleifen /-i,-i/ -обтачивать

die Edelsteine –драгоценные камни

Spiegel fabrizieren /-te,-t/ – изготовлять зеркала

die Bibel -Библия

sich leihen/-ie,-ie/ –взять в долг

die Gussform –литейная форма

der Abguss, die Abgüsse -отливка

ein mageres Auskommen- скудные средства к существованию

 

Übung I.Übersetzen Sie ins Russische:

  1. Dieser Film ist nur auf grosser Leinwand zu sehen.
  2. Veronika hat um 7.00 Uhr aufzustehen.
  3. Olga hat 30 Stunden wöchentlich zu arbeiten.
  4. Die Studenten haben viele Werke der ausländischen Schriftsteller zu lesen.
  5. Dieser Text ist schnell zu übersetzen.
  6. Die Bilder von Dürer sind aufmerksam zu betrachten.
  7. Die Spielsachen sind aufzuräumen.
  8. Die junge Generation ist im Geiste des Internationalismus zu erziehen.
  9. Man hat an die Macht der Liebe zu glauben.
  10. Sie haben einige Übungen für die nächste Stunde vorzubereiten.

 

Übung II. Verwenden Sie in folgenden Sätzen haben/sein +zu +Infinitiv:

  1. Sie sollen diesen Text ohne Wörterbuch übersetzen.
  2. Wir müssen diesem Studenten bei seiner Arbeit helfen.
  3. Die Studenten sollen in diesem Semester zwei Prüfungen ablegen.
  4. Man kann viele Fragen der Schüler beim Unterricht beantworten.
  5. Die geplante Arbeit soll rechtzeitig erfüllt werden.
  6. Diese Aufgabe soll schnell gelöst werden.
  7. Sie soll das Gedicht auswendig lernen.
  8. Die Flugkarten nach Berlin müssen im Vorverkauf besorgt werden.
  9. Mein Freund muss viel tun.
  10. Der Zug soll rechtzeitig ankommen.

 

 

STUDIENABSCHLÜSSE

Das Studium kann mit unterschiedlichen Abschlussprüfungen beendet werden, d.h. es werden unterschiedliche akademische Grade verliehen. Bevor man sich für die Aufnahme eines Studiums entscheidet, sollte man sich über die Besonderheiten der unterschiedlichen Abschlüsse und demzufolge unterschiedliche Studieninhalte im Klaren sein.

Während die klassischen deutschen Abschlüsse das Diplom, das Staatsexamen oder der Magister sind, werden neue Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor und Master angeboten. Bis zum Jahr 2010 soll die Umstellung auf die neuen Abschlüsse in allen Studiengängen abgeschlossen sein.

Diplom:Akademischer Grad, der nach bestandener Diplomprüfung (in der Regel nach 8-9 Semestern) verliehen wird. Bei DiplomStudiengängen wird man nur für das Hauptfach eingeschrieben (z.B. Betriebswirtschaftslehre, Chemie oder Mathematik), es können Schwerpunkte gesetzt werden. Das Diplom ist der traditionelle Abschluss in der Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften sowie in der Mathematik.

Magister Artium (M.A.):Akademischer Grad, der nach bestandener Magisterprüfung (in der Regel nach 8-9 Semestern) erlangt wird. Während in den Diplomstudiengängen Bewerbung und/oder Einschreibung nur für ein einziges Fach stattfinden, ist das Magisterstudium stets eine Fächerkombination. Ein kompletter Magisterstudiengang besteht entweder aus zwei Hauptfächern oder aus einem Hauptfach und zwei Nebenfächern, vielfältige Kombinationen sind möglich. Es kann sogar möglich sein, die Fächer der Kombination auf mehrere Universitäten aufzuteilen. Als erstes Hauptfach wählbar sind nur geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer, als Nebenfächer oder Zweithauptfächer sind auch andere Fächer möglich.

Staatsexamen:Der wesentliche Unterschied zu allen anderen Studiengängen ist, dass hier nicht die Universitäten für die Abschlussprüfungen zuständig sind, sondern spezielle staatliche Priifungsämter. Das Studium wird mit einer Staatsprüfung (in der Regel nach 9 Semestern) beendet, der sich ein zweijähriges Referendariat anschließt, welches mit der zweiten Staatsprüfung abgeschlossen wird.

Ein Staatsexamen wird gewöhnlich im Studiengang Rechtswissenschaft angeboten.

Bachelor:Der Bachelor ist der Abschlussgrad ernes grundständigen Studiengangs. Mit den Bachelorstudiengängen soll es Studierenden möglich sein, nach einer relativ kurzen Studienzeit (in der Regel sechs bis acht Semester) einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss zu erlangen, der gleichzeitig die Möglichkeit zu einer sofortigen oder an eine Berufsphase anschließenden Weiterqualifizierung bietet. Ziel der Bachelorstudiengänge soll die Vermittlung einer Berufsqualifikation innerhalb der Regelstudienzeit sein. Im Rahmen eines Bachelorstudienganges sollen grundlegende fachliche und methodische Kompetenzen sowie ein Überblick über die Zusammenhänge der Studienrichtung erworben werden.

Master:Ein Masterstudiengang führt zu einem berufqualifizierenden Abschluss, der dann erworben werden kann, wenn bereits ein erster berufsqualifizierender Abschluss vorliegt. Masterstudiengänge haben eine Regelstudienzeit von zwei bis vier Semestern. Zugangsvoraussetzung für das Masterstudium ist ein grundständiger Studienabschluss (in der Regel Bachelor). Weitere Bedingungen sind studiengangsspezifisch und werden in der jeweiligen Masterordnung festgelegt (zum Beispiel Eignungsfeststellung).

Bachelor/Master (Lehramter):Das Lehramtstudium wird derzeit reformiert: im Lehramt sind die Studienabschlüsse Bachelor (der erste berufsqualifizierende Abschluss außerhalb des Lehramtes) und der darauf aufbauende Master eingeführt. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Masterstudienganges ist der Zugang zum Vorbereitungsdienst für ein Lehramt möglich. Ein Vorbereitungsdienst (Referendariat) ist an staatlichen Studienseminaren und der ihnen zugeordneten Schulen abzuleisten. Die Ausbildung endet mit einer Prüfung, die vor dem Landesprüfungsamt für Lehrkräfte abgelegt wird.

Magister Legum (LL.M.):Hierbei handelt es sich um ein Aufbaustudium, das in der Regel 3 Semester dauert. Im Bereich der Rechtswissenschaften können auslandische Studieninteressenten, die in ihrem Heimatland einen in Deutschland als gleichwertig anerkannten Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaften nachweisen, einen Abschluss bezogen auf das deutsche Recht erwerben.

(Nach «Studieren in Potsdam»)

HOCHSCHULEN IN DEUTSCHLAND

Deutschland hat derzeit über 340 Hochschulen, verteilt auf 16 Bundesländer. Alle Hochschulen sind Grundsätzlich offen für Studierende aller Nationen. Wer in Deutschland studieren möchte, hat die Wahl zwischen Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen wie etwa den Technischen Universitäten oder den pädagogischen Hochschulen einerseits, den Fachhochschulen andererseits, sowie den Musik-, Kunst- und Filmhochschulen.

Ob in der Großstadt oder im Grünen, altehrwürdig oder hoch modern, klein und überschaubar oder groß und pulsierend, das gesamte Spektrum ist vorhanden. Rund 11 500 Studiengänge stehen zur Wahl und ermöglichen nahezu jede gewünschte Spezialisierung ebenso wie eine ausgeprägte interdisziplinäre Ausrichtung. Im Zuge der Umsetzung der in der Erklärung von Bologna vereinbarten Kriterien waren zum Sommersemester 2007 etwa 50% aller Studiengänge erfolgreich auf das Bachelor-Master-System umgestellt und gewährleisten somit ein Höchstmaß an internationaler Kompatibilität. Über 500 der Bachelor-und Master-Studiengänge werden vollständig oder zumindest teilweise auf Englisch absolviert.

Übrigens: Schon heute kommen mehr als 12% der Studierenden aus dem Ausland. Damit gehört Deutschland weltweit zu den beliebtesten Ländern für ausländische Studierende.

Die meisten Hochschulen sind staatlich finanziert. Studiengebühren belaufen sich für das Erststudium pro Semester in der Regel daher auf maximal 500 Euro; in einigen Bundesländern werden keine Studiengebühren erhoben. Grundsätzlich fallen an allen Hochschulen Verwaltungs- und Sozialgebühren in geringem Umfang an. Etwa ein Fünftel aller Hochschulen sind privat.

Die Universitäten in Deutschland verbinden Forschung und Lehre miteinander. Deutsche Universitäten sind also keine reinen Ausbildungsstätten, sondern immer auch Orte unabhängiger Forschung.

Bachelor-Studiengänge dauern in der Regel drei Jahre, Master-Studiengänge in der Regel zwei Jahre. Universitäten und Hochschulen verleihen Bachelor- und Master-Abschlüsse, darüber hinaus bis 2010 die akademischen Grade Diplom und Magister Artium (M.A.) sowie den Doktorgrad.

An Fachhochschulen, kurz FH genannt, steht in der Lehre wie in der Forschung stets der Praxisbezug im Vordergrund. Sie bieten ebenfalls eine Ausbildung auf höchstem akademischen Niveau, verbunden mit Praktika in Wirtschaftsunternehmen und anderen Organisationen. (Nach «Studieren in Deutschland»)

 

DIE UNIVERSITÄT DORTMUND

Die Universität Dortmund (Uni Do genannt) ist eine der jüngsten deutschen Universitäten. Sie wurde im Jahre 1968 eröffnet. 1980 wurde sie mit der Pädagogischen Hochschule Ruhr zusammengeführt. Jetzt ist die Universität Dortmund die größte Hochschule im Bundesland Nordrhein-Westfalen und eine der größten Universitäten in Deutschland.

Zentrale Organe der Universität sind das Rektorat, der Senat, der Konvent.

Die Universität Dortmund gliedert sich in 13 Fachbereiche und 3 Fakultäten:

1) Mathematik; 2) Physik; 3) Chemie; 4) Informatik; 5) Statistik; 6) Chemietechnik;7) Maschinenbau; 8) Elektronik; 9) Raumplanung; 10) Bauwesen; 11) Wirtschaft und Sozialwissenschaften; 12) Erziehungswissenschaften und Biologie; 13) Sondererziehung und Rehabilitation; 14) Gesellschaftswissenschaften, Philosophie und Theologie; 15) Sprach- und Literaturwissenschaften, Journalistik und Geschichte; 16) Musik, Kunst, Textilgestaltung, Sport und Geographie.

In den Fachbereichen sind manchmal einige Fachrichtungen zusammengefügt, z.B. Fachbereich 16: Musik, Kunst, Textilgestaltung, Sport und Geographie. An der Uni Do studieren zur Zeit ca. 25000 Studenten.

Jeder Fachbereich wird durch einen Fachbereichsrat geleitet, dessen Vorsitzender der Dekan ist. An der Universität gibt es keine Aufnahmeprüfungen. Die Studienbewerber werden auf Antrag durch Einschreibung in die Universität aufgenommen.

In der Universität Dortmund dürfen deutsche, ausländische und staatenlose Studienbewerber immatrikuliert werden. Insgesamt sind jetzt an der Uni Do über 2000 ausländische Studierenden. Die Uni Do hat über 20 Partnerschafte mit ausländischen Hochschulen. Im September 1991 war ein Partnerschaftsabkommen mit Rostower Staatlichen Universität durch Rektoren der beiden Universitäten unterzeichnet. Die Aktivitäten des Partnerschaftsabkommens entwickeln sich durch verschiedene gemeinsame Projekte und Forschungsvorhaben der Fakultäten ständig weiter.

Das akademische Jahr an der Universität ist in ein Wintersemester und ein Sommersemester unterteilt. Die Lehrveranstaltungen des Wintersemesters beginnen im September oder Oktober, die des Sommersemesters meist im April.

Das Studium ist in der Regel in ein Grund- und ein Hauptstudium gegliedert. Das Grundstudium dauert im allgemeinen vier Semester. Das Hauptstudium vermittelt vertiefende Fachkenntnisse und Spezialisierung.

Die Studenten der Universität Dortmund bilden die Studentenschaft. Das oberste schlußfassende Organ der Studentenschaft ist das Studentenparlament. Es wird von den Mitgliedern der Studentenschaft gewählt. Für die soziale Betreuung der Studierenden bestehen bei den Hochschulen Studentenwerke.

Die Gebäude der Universität befinden sich auf dem Campus Süd und Campus Nord. Die Gebäude der Universität werden durch eine H-Bahn (Hochbahn) verbunden. Die meisten Gebäude der Universität sind neu, sie wurden in den 70-er Jahren erbaut.

Uni Do verfügt über eine reiche Bibliothek. Jeder Fachbereich hat außerdem seine eigene wissenschaftliche Bibliothek. Es gibt an der Universität auch ein Hochschulrechenzentrum, Institut für Umweltschutz, Hochschuldidaktisches Zentrum für den Bereich Dortmund, Institut für Roboterforschung, Zentralstelle für Weiterbildung, Transferstelle der Universität Dortmund, Institut für Arbeitsphysiologie. Im Universitätsgelände werden zwei Mensen, fünf Cafeterien und eine Taverne betrieben.

Die Universität hat 11 Studentenwohnheime.

Das Studium an der Universität ist kostenlos. Die materielle Förderung der Studenten wird durch das BAföG (Bundesausbildungdförderungsgesetz) geregelt. Neben der BAföG-Förderung, die von der sozialen Situation des einzelnen Studierenden ausgeht, werden besonders begabte Studierende mit Stipendien gefördert.

Die Studiendauer an der Universität beträgt in der Regel 5 Jahre. Das Studium wird mit der Verteidigung einer Diplomarbeit abgeschlossen.

 

Fragen zum Text

 

  • Wann wurde die Uni Do eröffnet?
  • Was sind zentrale Organe der Universität?
  • Welche Fachbereiche und Fakultäten gibt es an der Uni Do?
  • Wie werden die Studienbewerber in die Uni aufgenommen?
  • Wann war ein Partnerschaftsabkommen zwischen der Uni Do und der Rostower Universität unterzeichnet?
  • Wann beginnen die Lehrveranstaltungen des Winter- und Sommersemesters?
  • Wofür bestehen bei den Hochschulen der BRD die Studentenwerke?
  • Wieviel Studentenwohnheime hat die Uni Do?
  • Wie wird die materielle Förderung der Studenten geregelt?

 

DAS JUWEL AM NECKAR:

Bildung seit 600 Jahren

Im Mittelpunkt Europas liegt die Heidelberger Universität. Obwohl sie von den alltäglichen Problemen aller deutschen Hochschulen nicht verschont geblieben ist, sind Studienplätze in Heidelberg bei deutschen, sowie ausländischen Studenten so begehrt wie noch nie.

Sie ist die älteste und berühmteste Universität Deutschlands: die Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Sie rangiert noch heute, 600 Jahre nach ihrer Gründung im Jahre 1386, ganz oben auf der Qualitätsskala deutscher Universitäten. Viele berühmte Namen finden sich in den Immatrikulationslisten. Wissenschaftler wie Robert Bunsen, Philosophen wie Hegel oder Karl Jaspers, aber auch Deutschlands Bundeskanzler Helmut Kohl verbrachten hier ihre Studienjahre -beschauliche Jahre studentischen Lebens verglichen mit dem, was den Studierenden von heute in Heidelberg wie in jeder anderen deutschen Universitätsstadt erwartet.

Die Wohnungssituation ist so bedrückend wie überall in der Republik. Allein in den Universitätsstädten fehlen viele hunderttausend Wohnungen. In Heidelberg ist die Situation dramatisch. Jeder zehnte Einwohner der his­torischen Mittelstadt am Neckar ist Student. Allein in den vergangenen zehn Jahren wuchs die Zahl der an der Uni Immatrikulierten um 20 Prozent.

Plätze in Wohnheimen gibt es zwar, doch die reichen hinten und vorne nicht. Und so weichen die Studiosi auf die Vorstädte aus, wo die Mieten gün­stiger, dafür die Wege in die Hörsäle länger sind.

Noch allerdings läßt sich der akademische Nachwuchs von solchen Problemen nicht abschrecken. Entschädigt werden die jungen Leute durch das gediegene Ambiente der im zweiten Weltkrieg unversehrt gebliebenen Altstadt, das mit der Hektik in den Megametropolen Berlin, Hamburg oder München nichts gemein hat.

Besonderen Reiz hat die Uni Heidelberg vielleicht auch gerade deshalb bei ausländischen Studenten, die in einer "typisch deutschen Stadt" leben möchten: US-Amerikaner, deren Väter einst in Garnisonen der amerikanis­chen Streitkräfte gedient haben, aber auch Japaner, die "ganz wild" sind auf einen Platz in Heidelberg, der ältesten deutschen Universitätsstadt. Ein Blick in die Geschichte lohnt sich. Der Wunsch, einen geistigen Mittelpunkt zu schaffen und viele ausländische Intellektuelle anzuziehen - das war Mitte des 14. Jahrhunderts der Wunsch des Pfalzgrafen Ruprecht bei Rhein. Nach nur wenigen Jahren der Planung öffnete die "Ruprecht-Universität" ihre Pforten. Die ersten Professoren reisten aus Prag und Paris an.

Gründungsdirektor wurde der Niederländer Marsilius von Inghen. Er und seine Nachfolger mußten schnell erkennen, daß sie nicht allein die geistige Grundhaltung ihrer Universität vorgaben. Über lange Zeit prägten auch Ruprecht und seine kurfürstlichen Nachfolger Stil und Inhalt der Lehre. Unter ihrem Einfluß entstanden neue geistige Strömungen wie der Humanismus.

 









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